Der GEO-Score ist erst der Anfang: In vier Schritten zur richtigen KI-Positionierung

Ein guter GEO-Score hilft wenig, wenn KI-Systeme eine Marke mit dem falschen Angebot verbinden. Schwartz PR erklärt, wie aus einem GEO-Check konkrete Kommunikationsmaßnahmen entstehen – und warum es auf den individuellen Kontext des Marktes, der Medienlandschaft und der Marke ankommt.

23.09.2026 /

Nehmen wir als Beispiel einen B2B-Technologieanbieter, der sich vom Hardware- zum Systemanbieter entwickelt hat. Die Software ist auf dem Markt, die Website aktualisiert, der Vertrieb spricht über Gesamtlösungen. ChatGPT, Perplexity & Co. positionieren das Unternehmen trotzdem weiterhin als Hardwarehersteller. Bei Fragen nach integrierten Lösungen nennen die KI-Systeme gar Wettbewerber. Ein vertrautes Kommunikationsproblem, transferiert in die KI-Ära: Das Angebot hat sich weiterentwickelt, die Wahrnehmung noch nicht.

Ein erster GEO-Check kann zeigen, wo die Wahrnehmung der KI-Systeme vom tatsächlichen Profil der Marke abweicht. Anschließend gilt es, die Ergebnisse einzuordnen, passende Kommunikationsmaßnahmen abzuleiten und umzusetzen – und zu beobachten, wie sich das Bild in den KI-Antworten verändert.

Was nach einem größeren GEO-Unterfangen klingt, lässt sich in der Praxis oft mit Anpassungen bestehender Inhalte und gezielter Kommunikationsarbeit umsetzen. Dazu verbindet Schwartz-PR die GEO-Analyse mit über 30 Jahren Erfahrung in der Technologiekommunikation. Unsere Beratungs- und Redaktionsteams entwickeln passende Inhalte kanalübergreifend und bringen Themen über langjährig gepflegte Medienkontakte in die Medien, die für die Zielgruppe und KI-Systeme relevant sind. Die folgenden vier Schritte zeigen, wie daraus eine stimmige GEO-Strategie entsteht.

Von der Positionierungsfrage zum Prompt

Wie gut ein Unternehmen in KI-Antworten sichtbar ist, lässt sich nur im Kontext einer Suchsituation (Search Intent) beurteilen: Erscheint die Marke in den KI-Antworten zu den Fragen (Prompts), die potenzielle Kunden in einer konkreten Recherche- oder Entscheidungssituation stellen?

Von LLMs oder GEO-Tools automatisch generierte Prompt-Vorschläge können dafür erste Ideen liefern. Sie treffen aber nicht zwangsläufig die Fragen und Formulierungen, mit denen potenzielle Kunden tatsächlich recherchieren.

Deshalb gestaltet Schwartz PR das Promptset für den initialen GEO-Check entlang der Such-Realität der Zielgruppe und beachtet dabei den gesamten Kontext der Marke.

Dabei unterscheiden sich Prompts grundsätzlich nach dem Wissensstand des (potenziellen) Kunden und dem Stadium des Fragenden in der Customer Journey:

  • Markenbezogene (Branded) Prompts zeigen, wie KI-Systeme ein bereits bekanntes Unternehmen beschreiben.
  • Prompts ohne Markennamen (Unbranded Prompts) prüfen, ob die Marke auch bei einer offenen Anbieter- oder Lösungsrecherche zitiert wird.

Beide Perspektiven sind wichtig: Ein Anbieter kann auf direkte Nachfrage korrekt von KI dargestellt werden und bei allgemeinen Lösungsvergleichen trotzdem fehlen.

Für unser Beispiel-Unternehmen könnten Beispielprompts lauten:

  • Unbranded – Problem verstehen: Woran merke ich, dass sich bei einer Pumpe ein Lagerschaden ankündigt?
  • Unbranded – Geeignete Anbieter suchen: Ich muss Predictive Maintenance nachrüsten, aber die Maschinendaten sollen im Werk bleiben. Welche Anbieter schaffen das?
  • Branded – Eignung des Angebots prüfen: Kann die Software von [Anbieter] auch die Daten unserer vorhandenen Sensoren auswerten?
  • Branded – Investition vorbereiten: Was kostet ein Pilot mit [Anbieter] an fünf Maschinen? Und was zahlen wir danach für die Software?

Steht das passende Promptset, untersucht Schwartz PR damit über einen längeren Zeitraum, wie häufig und prominent die Marke in den zugehörigen KI-Antworten erscheint, welche Leistungen die KI mit der Marke assoziiert, und welche Wettbewerber und Quellen vermehrt zitiert werden.

Einordnen, was die GEO-KPIs für die Positionierung bedeuten

Ein GEO-Tool zeigt, wie oft eine Marke in den Antworten auf ein festgelegtes Promptset erscheint, wie weit vorn sie unter den genannten Anbietern steht und welche Leistungen die KI mit ihr verbindet. Viele Tools liefern direkt Vorschläge mit wie: „Veröffentliche zehn Blogposts zu Predictive Maintenance.“ Das kann an der Kommunikationspraxis vorbeigehen – etwa, wenn das Tool Content auf Wettbewerber-Websites empfiehlt, nur weil diese häufig als Quellen zitiert werden.

Schwartz PR bewertet GEO-Kennzahlen und Vorschläge deshalb im Zusammenhang mit den Kommunikationszielen des Kunden. Unsere erfahrenen Berater:innen und Redakteur:innen prüfen, welche Informationen fehlen, welche Botschaft geschärft werden muss und über welche Kanäle sie am besten vermittelt wird.

Apropos Kanäle: Auch bei der Medienauswahl zählt mehr als die Zitierhäufigkeit in KI-Antworten. Ein Fachmedium kann KI-Crawler blockieren und dennoch für die Entscheider:innen einer Branche unverzichtbar sein. Wir berücksichtigen deshalb sowohl die Rolle eines Mediums als mögliche KI-Quelle als auch seine Reichweite, redaktionelle Relevanz und Stellung im Markt.

Parallel prüfen wir die eigenen Kanäle des Kunden: Finden Interessenten dort die fehlenden Informationen? Erklären Website, Blog und Pressearbeit das Angebot mit denselben Begriffen? Sind die Inhalte öffentlich zugänglich und indexierbar?

Das festgelegte Prompt-Set bleibt dabei der Maßstab: Es zeigt, ob das Unternehmen bei den für seine Zielgruppe relevanten Fragen erscheint und ob KI-Systeme es mit der gewünschten Positionierung verbinden.

Kommunikationsmaßnahmen aufeinander abstimmen

KI-Systeme betrachten nicht nur eine einzelne Quelle, sondern bewerten eine Marke im Gesamtkontext aller verfügbaren Quellen. Um die KI-Sichtbarkeit und Positionierung einer Marke wirksam zu beeinflussen, müssen also die Inhalte über verschiedene Kanäle hinweg ein stimmiges Bild ergeben.

Grundsätzlich liefern die Inhalte KI-Systemen (und menschlichen Leser:innen) Signale zur praktischen Erfahrung, fachlichen Expertise, Anerkennung in der Branche sowie Nachvollziehbarkeit der Aussagen einer Marke. Google fasst diese „GEO-Tugenden“ unter E-E-A-T zusammen: Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness. Für GEO bedeutet das: Je klarer verschiedene Quellen die gewünschte Kompetenz belegen, desto eher können KI-Systeme sie dem Unternehmen in ihren Antworten richtig zuordnen.

Vor diesem Hintergrund stimmt Schwartz PR Inhalte und Kanäle auf die gewünschte Gesamtwirkung ab. Das EPOS-Modell gliedert mögliche Kommunikationsmaßnahmen in redaktionelle Berichterstattung (Earned), bezahlte Veröffentlichungen (Paid), eigene Kanäle (Owned) und den öffentlichen Austausch in sozialen Netzwerken und Fach-Communities (Shared).

Für unseren Beispielanbieter könnten sie so zusammenspielen:

  • Owned: Eine ausgebaute Landing Page erklärt, wie Hardware, Software und Service ineinandergreifen, wie die Lösung integriert wird und was sie im Einsatz leistet. Produktseiten und weitere Inhalte verwenden dieselben Begriffe und Kernaussagen für ein konsistentes Messaging.
  • Earned: Ein Anwenderbericht oder Experteninterview in einem führenden Branchenmedium macht die Gesamtlösung anhand eines konkreten Cases nachvollziehbar. Interessenten finden damit auch außerhalb der Unternehmenswebsite eine fachliche Einordnung, die KI-Systeme als vertrauenswürdige Quelle heranziehen können.
  • Paid: Über eine Medienkooperation lässt sich der Anwenderfall einer zusätzlichen Fachleserschaft vorstellen. Bleibt der Beitrag öffentlich zugänglich und indexierbar, kann er auch als Quelle für KI-Antworten infrage kommen.
  • Shared: Auf LinkedIn und in passenden Fachforen beantwortet das Unternehmen Fragen zur Anwendung und verweist auf vertiefende Informationen. Rückfragen zeigen wiederum, wo noch Erklärungsbedarf besteht.

Hat der GEO-Check beispielsweise gezeigt, dass die Softwarekompetenz auf der Website (Owned) und in den zitierten Fachbeiträgen (Earned) kaum sichtbar wird, ergänzen wir die bestehende Lösungsseite und richten einen geplanten Anwenderbericht gezielt darauf aus.

GEO-Ergebnisse nachhalten – und in die Strategie einbeziehen

Sind die individuellen GEO-Maßnahmen umgesetzt, überprüft Schwartz PR anhand des eingangs definierten Prompt-Sets, wie sich die Positionierung der Marke in KI-Antworten entwickelt hat.

Dabei greifen GEO- und Medienmonitoring ineinander: Welche Themen und Botschaften greifen Redaktionen auf? Tauchen ihre Beiträge als KI-Quellen auf – und finden sich ihre Aussagen auch in den Antworten wieder? So lässt sich die Entwicklung der KI-Sichtbarkeit im Zusammenhang mit der Berichterstattung betrachten.

Ob die Kommunikation auch die passenden Interessenten erreicht, lässt sich ergänzend mit Website-Daten und Rückmeldungen aus dem Vertrieb beurteilen. Steigen die Zugriffe auf die betreffenden Lösungsseiten? Beziehen sich Anfragen häufiger auf das Softwareangebot? Nennen Interessenten KI-Recherchen als Ausgangspunkt oder kommen sie bereits mit einem besseren Verständnis der Gesamtlösung ins Gespräch?

Diese Beobachtungen fließen zurück in die Planung. Schwartz PR prüft mit dem Kunden, welche Kommunikationsmaßnahmen sich bewährt haben, wo Informationen nachgeschärft werden müssen und welches Thema als Nächstes Aufmerksamkeit verdient. Damit bleibt GEO mit den Fragen verbunden, die auch die übrige Kommunikation bestimmen: Wofür soll das Unternehmen bekannt sein, wen will es erreichen und was müssen diese Menschen über sein Angebot verstehen?

GEO als Teil der bestehenden Kommunikation

In der Praxis erweitert GEO also die vorhandene Content- und PR-Arbeit um eine zusätzliche Perspektive. Geplante Website-Updates, Fachbeiträge, Case Studies, Medienkontakte und Social-Media-Inhalte lassen sich dadurch gezielt priorisieren.

Schwartz PR verbindet den GEO-Ranking-Check deshalb mit der Optimierung bestehender Inhalte, GEO-first Content, Media Relations und kontinuierlichem Reporting.

Das Ziel von GEO ist dabei das gleiche wie das Ziel jeglicher Kommunikation: Ein Unternehmen soll bei den Fragen erscheinen, die seine potenziellen Kunden tatsächlich stellen – in den Quellen, denen diese Kunden vertrauen.

Über Schwartz PR

Die Münchner Agentur Schwartz Public Relations GmbH (Schwartz PR) gehört mit rund 6,5 Mio. Euro Umsatz und 40 Mitarbeiter:innen zu Deutschlands Top 5 Agenturen im Segment Technologie und Digitalisierung.

Die 1994 gegründete Agentur entwickelt und orchestriert integrierte Kommunikationsstrategien für Technologie-Konzerne, KMU und Start-Ups. Der ganzheitliche Kommunikationsansatz der Agentur verbindet Corporate Communications, Public Relations und Content Marketing mit GEO, Social Media und Influencer Relations. Schwartz PR ist exklusiver DACH-Partner des internationalen PR-Netzwerks Eurocom Worldwide und wurde wiederholt mit dem SABRE Award als „Best Consultancy“ bzw. „Best Agency to Work For“ in EMEA ausgezeichnet und ist zweifache „PR-Agentur des Jahres“ bei den German Stevie Awards 2025 und 2026.

Pressekontakt

Schwartz Public Relations GmbH
+49(0)89.211871-30
info@schwartzpr.de
Sendlinger Straße 42A
D-80331 München

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