Der Diebstahl von Daten ist in Deutschland ein weitverbreitetes Problem. Das zeigt der Threat Status Report 2025/2026 von aDvens, einem führenden, unabhängigen europäischen Unternehmen für Cybersicherheit. Im vergangenen Jahr wurden in der Bundesrepublik 18,6 Millionen Accounts kompromittiert. Damit belegte Deutschland hinter den USA, Frankreich und Indien den vierten Platz unter den Ländern, in denen am häufigsten Zugangsdaten entwendet wurden.
Dabei werden weltweit immer mehr Daten gestohlen. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 2,6 Milliarden Login-in-Daten kompromittiert. Das entspricht einem Zuwachs von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig haben sich die Vorfälle, bei denen mehr als eine Million Nutzer gleichzeitig betroffen waren, verdoppelt. In Deutschland standen insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen (KMUs) im Fokus des Datendiebstahls. Etwa 80 Prozent der gemeldeten Vorfälle entfielen auf KMUs. Dabei werden in der Regel nicht nur Zugangsdaten entwendet, sondern es kommt auch zu Datenlecks.
„Wir sehen beim Thema Datendiebstahl in Deutschland einen klaren Fokus auf KMUs“, sagt Andreas Süß, CEO DACH (aDvens GmbH). „Dennoch verfügen viele Unternehmen über keine geeignete Verteidigungsstrategie. Backups können bei einem Ransomware-Angriff helfen, aber sie schützen nicht gegen den Diebstahl von Daten.“
So schützen sich Unternehmen vor Datendiebstahl
Um sich vor Datendiebstahl zu schützen, sollten Unternehmen bewährte Sicherheitsmaßnahmen umsetzen:
- Awareness-Schulungen: Mitarbeitende sollten regelmäßig zu aktuellen Bedrohungen wie Phishing und Social Engineering geschult werden.
- Multi-Faktor-Authentifizierung einsetzen: Nutzerkonten sollten neben einem Passwort mindestens durch einen zweiten Faktor geschützt werden.
- Zugriffsrechte minimieren: Nach dem „Principle of Least Privilege“ sollten Mitarbeitende nur auf Dateien zugreifen können, die sie für ihre Arbeit benötigen.
- Systeme aktualisieren: Patches sollten zeitnah eingespielt werden, um die Angriffsfläche zu reduzieren.
- Daten verschlüsseln: Vertrauliche Daten sollten sowohl bei der Speicherung als auch der Übertragung verschlüsselt werden, damit diese bei Diebstahl nicht ausgelesen werden können.
- Netzwerke segmentieren: Netzwerke sollten segmentiert werden, damit sich Angreifer nach einer Kompromittierung nicht ungehindert im Unternehmensnetz bewegen können.
- Experten hinzuziehen: Gerade wenn der ausreichende Schutz von Daten intern nicht gewährleistet kann, lohnt es sich, externe Experten zu Rate zu ziehen, die beispielsweise Erfahrung mit der ISO 27001 Compliance
Der aDvens Threat Status Report 2025/2026 steht hier zum Download bereit.