Phishing: Cyberkriminelle setzen auf KI und neue Angriffskanäle

Phishing-Angriffe werden immer ausgefeilter und beschränken sich längst nicht mehr nur auf gefälschte E-Mails.

München, 25.08.2026 /

Phishing-Angriffe werden immer ausgefeilter und beschränken sich längst nicht mehr nur auf gefälschte E-Mails. Das zeigt der Threat Status Report 2025/2026 von aDvens, einem führenden, unabhängigen europäischen Unternehmen für Cybersicherheit. Das aDvens Security Operations Center (SOC) registrierte 2025 einen deutlichen Anstieg von Phishing-Angriffen im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig nutzen Cyberkriminelle zunehmend künstliche Intelligenz, um ihre Angriffe glaubwürdiger und zielgerichteter zu gestalten.

Die Angreifer setzen dabei auf immer komplexere Social-Engineering-Methoden. Dazu gehören gefälschte CAPTCHA-Abfragen und täuschend echt nachgebaute Webseiten, die legitime Dienste imitieren. Bei sogenannten ClickFix-Angriffen werden Nutzer beispielsweise dazu verleitet, selbst Befehle auf ihrem Rechner auszuführen und den Angreifern damit Zugang zum System zu verschaffen. Auch Messenger-Dienste wie WhatsApp werden für entsprechende Kampagnen genutzt.

Gleichzeitig verlagert sich Phishing zunehmend auf neue Kommunikationskanäle. Angreifer kontaktieren Beschäftigte beispielsweise direkt über Kollaborationsplattformen oder Videokonferenzen und geben sich als IT-Mitarbeitende aus, um per Fernzugriff Zugang auf deren Rechner zu erlangen. Von dort können die Angreifer das Netzwerk auskundschaften, Schadsoftware installieren und versuchen, weitere Systeme zu infiltrieren.

Generative KI verschärft das Problem zusätzlich. Sie ermöglicht es Cyberkriminellen, sprachlich und inhaltlich überzeugende Nachrichten sowie gefälschte Anmeldeseiten automatisiert zu erstellen und stärker auf einzelne Opfer zuzuschneiden.

„Beim Phishing setzen Cyberkriminelle heute auf eine Kombination unterschiedlicher Kommunikationskanäle, gestohlener Informationen und zunehmend auch künstlicher Intelligenz, um möglichst glaubwürdige Szenarien aufzubauen“, sagt Andreas Süß, CEO DACH (aDvens GmbH). „Unternehmen müssen deshalb sowohl ihre technischen Schutzmaßnahmen als auch die Awareness ihrer Mitarbeitenden an diese Entwicklung anpassen.“

Welche Schutzmaßnahmen Unternehmen ergreifen können

Um sich gegen moderne Phishing-Angriffe zu schützen, können Unternehmen auf folgende Sicherheitsmaßnahmen setzen:

1) Awareness-Schulungen erweitern: Mitarbeitende sollten regelmäßig für aktuelle Social-Engineering-Methoden sensibilisiert werden. Schulungen sollten sich nicht nur auf E-Mails konzentrieren, sondern auch Angriffe über Messenger, Kollaborationsplattformen sowie Sprach- und Videoanrufe berücksichtigen.

2) Multi-Faktor-Authentifizierung einsetzen: Nutzerkonten sollten standardmäßig durch Multi-Faktor-Authentifizierung geschützt werden. Wenn möglich, empfiehlt sich der Einsatz hardwaregestützter, phishing-resistenter Verfahren wie U2F, damit gestohlene Passwörter allein nicht für einen erfolgreichen Angriff ausreichen.

3) Verdächtige Links technisch überprüfen: Unternehmen sollten Schutzmechanismen einsetzen, die Links kontrollieren, bevor Mitarbeitende die dahinterliegenden Webseiten aufrufen. Dazu gehören beispielsweise Sandboxing und Browser-Isolation.

4) Unautorisierte Fernwartungssoftware verbieten: Angreifer versuchen zunehmend, Nutzer zur Installation oder Verwendung legitimer Fernzugriffstools zu bewegen. Unternehmen sollten deshalb festlegen, welche Remote-Access-Lösungen verwendet werden dürfen, und andere Anwendungen technisch unterbinden.

5) Laterale Bewegungen erkennen: Nach einem erfolgreichen Phishing-Angriff versuchen Cyberkriminelle häufig, weitere Systeme im Netzwerk zu erreichen. Neben Endpoint Detection & Response (EDR) können Network Detection & Response (NDR) und eine umfassende SOC-Überwachung helfen, solche Bewegungen frühzeitig zu erkennen.

Der aDvens Threat Status Report 2025/2026 steht hier zum Download bereit.

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Über aDvens

aDvens ist ein führendes, unabhängiges europäisches Unternehmen für Cybersicherheit. In Deutschland verbindet aDvens die Stärke eines europaweit aufgestellten Cybersecurity-Anbieters mit lokaler Expertise und Delivery durch Teams vor Ort. Deutsche Unternehmen und öffentliche Organisationen profitieren so von der Betreuung durch lokale Cybersecurity-Spezialisten.

Seit seiner Gründung im Jahr 2000 ist der Name des Unternehmens sein Leitbild. aDvens steht für „Together and Ahead“ („Gemeinsam und voraus“). Seine Mission ist es, öffentliche und private Organisationen vor Cyberbedrohungen zu schützen – und das rund um die Uhr. Das Unternehmen beschäftigt über 600 Mitarbeiter:innen und ist in Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien präsent. aDvens bietet Managed Detection & Response Services (SOC-as-a-Service) und ausgewählte Beratungsleistungen im Bereich Cybersecurity und OT Security. In Deutschland ist aDvens zudem als qualifizierter APT-Response-Dienstleister beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gelistet.

Sein innovatives Geschäftsmodell verbindet aDvens dabei stets mit großem in der Unternehmens-DNA fest verankerten sozialen Engagement. 50 Prozent des Unternehmenswertes fließen in den vom Unternehmen selbst ins Leben gerufenen Stiftungsfonds „aDvens for People & Planet“. Dieser unterstützt Initiativen für Inklusion, Bildung und Umweltschutz. aDvens ist seit 2025 zertifizierte B Corporation.

Weitere Informationen unter www.advens.de

 

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