Broadcoms Private-Cloud-Ausblick 2026 zeigt: KI-Inferenz im Produktivbetrieb verlagert sich klar in die Private Cloud

Kosten, Komplexität und Kontrollanforderungen prägen Infrastrukturentscheidungen, während Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit KI zunehmen und die Verschwendung von Ressourcen in der Public Cloud ein kritisches Ausmaß erreicht.

Palo Alto, 02.07.2026 /

Die Experimentierphase bei KI ist vorbei. Unternehmen verlagern ihre KI-Workloads zunehmend in die Private Cloud, weil sie dort Sicherheit und Skalierbarkeit besser miteinander verbinden können. Das ist die zentrale Erkenntnis des Private Cloud Outlook 2026, eines neuen Reports von Broadcom Inc. (NASDAQ: AVGO), einem weltweit führenden Technologieunternehmen, das Halbleiter- und Infrastruktursoftwarelösungen entwickelt und bereitstellt.

Im vergangenen Jahr zeigte der Bericht einen bewussten „Cloud Reset“ hin zu einer ausgewogeneren Nutzung von Public und Private Cloud. 2026 zeigt sich jedoch eine deutliche Beschleunigung. KI erreicht einen Wendepunkt. Drei Faktoren treiben diese Entwicklung: Kosten, Komplexität und Kontrolle. Public-Cloud-Umgebungen können diese Anforderungen bei produktiver KI im großen Maßstab immer weniger erfüllen.

Zu den wichtigsten Ergebnissen der deutschen Befragten gehören:

  • 56 Prozent der Unternehmen betreiben KI-Inferenz im Produktivbetrieb bereits in der Private Cloud oder planen dies. Gleichzeitig ist die Nutzung der Public Cloud für dieselben Workloads im Jahresvergleich um 15 Prozentpunkte gesunken, von 56 auf 41 Prozent. In Deutschland ist das Gefälle besonders deutlich. Hier fiel die Nutzung der Public Cloud sogar um 24 Prozentpunkte auf 32 Prozent.
  • Die größten neuen Anforderungen, die KI an die Unternehmens-IT stellt, betreffen Datenschutz und Privatsphäre (39 Prozent) sowie Sicherheit und Kontrolle (43 Prozent).
  • Mit 99 Prozent gehen fast alle IT-Führungskräfte in Deutschland davon aus, dass ein Teil ihrer Public-Cloud-Ausgaben verschwendet wird. 47 Prozent schätzen, dass diese Verschwendung mehr als 25 Prozent ihres gesamten Public-Cloud-Budgets ausmacht.
  • 81 Prozent der deutschen Unternehmen ziehen eine Rückverlagerung von Workloads aus der Public Cloud in die Private Cloud in Betracht. 44 Prozent haben diesen Schritt bereits vollzogen. Kostentransparenz und Planbarkeit sind dabei inzwischen zum zweitwichtigsten Treiber für die Rückverlagerung aufgestiegen und werden von 39 Prozent der Unternehmen genannt.
  • Insgesamt geben vier von fünf IT-Führungskräften an, dass geopolitische Entwicklungen inzwischen ihre IT-Strategie und ihren IT-Betrieb beeinflussen. In Deutschland haben erstmals Anforderungen an Datensouveränität und Datenresidenz (59 Prozent) die länderspezifische Compliance (52 Prozent) als wichtigsten geopolitischen Faktor für Infrastrukturentscheidungen überholt.

„Wenn Unternehmen von Pilotprojekten dazu übergehen, KI im Produktionsmaßstab einzusetzen, steigen Infrastruktur- und Betriebskosten sprunghaft an, Sicherheitslücken treten zutage und die Komplexität nimmt weiter zu. Die Studie zeigt klar: Unternehmen bevorzugen für produktive KI zunehmend die Private Cloud“, sagt Prashanth Shenoy, Vice President of Marketing, VMware Cloud Foundation Division bei Broadcom.

Den vollständigen Report finden Sie hier: [Link einfügen]

Der Inferenz-Wandel: Produktive KI findet ihr Zuhause in der Private Cloud

Der zentrale Datenpunkt des diesjährigen Reports ist das Ausmaß und die Geschwindigkeit, mit der Unternehmen ihre KI-Workloads verlagern. Die Public Cloud bleibt zwar eine geeignete Umgebung für KI-Pilotprojekte und Experimente im Modelltraining. Doch bei den Kosten für Inferenz im großen Maßstab zeigt sich ein anderes Bild: 56 Prozent der Unternehmen betreiben produktive Inferenz bereits in der Private Cloud oder planen dies. In der Public Cloud liegt der Anteil dagegen nur noch bei 41 Prozent. Das bedeutet eine Kehrtwende gegenüber dem Vorjahr, als beide Modelle noch nahezu gleichauf lagen. Der Rückgang des Public-Cloud-Anteils an produktiven KI-Workloads um 15 Prozentpunkte innerhalb eines Jahres ist eine der deutlichsten Entwicklungen des diesjährigen Reports.

Der Grund dafür liegt auf der Hand. Wie IT-Führungskräfte in der Befragung deutlich machten, ist die Public Cloud für KI-Workloads im großen Maßstab zu teuer und bietet zu wenig Governance. Bei Pilotprojekten und im Training von Modellen lassen sich gewisse Kompromisse bei der Agilität noch akzeptieren. Doch sobald Unternehmen skalieren müssen, führen Kosten- und Governance-Anforderungen die Workloads zurück in die eigene Umgebung.

56 Prozent der deutschen IT-Führungskräfte zeigen sich sehr oder sogar extrem besorgt über die Infrastrukturkosten für den Betrieb generativer und agentischer KI. 43 Prozent geben an, dass KI bereits aktiv neue Anforderungen an Datenschutz, Privatsphäre, Sicherheitskontrollen und Risikomanagement schafft.

Das Souveränitätsgebot: Geopolitik verändert die Infrastrukturstrategie

Geopolitik spielt 2026 auch bei Infrastrukturentscheidungen eine zentrale Rolle. Vier von fünf der insgesamt befragten IT-Führungskräfte geben inzwischen an, dass geopolitische Entwicklungen ihre IT-Strategie und ihren IT-Betrieb direkt beeinflussen. Datensouveränität hat sich von einer reinen Compliance-Anforderung zu einer Priorität auf Vorstandsebene entwickelt. Anforderungen an Datensouveränität und Datenresidenz (59 Prozent) haben die länderspezifische Compliance (52 Prozent) als wichtigsten geopolitischen Faktor für Infrastrukturentscheidungen in Deutschland überholt.

Branchen mit besonders hohen Sicherheits- und Compliance-Anforderungen treiben diese Entwicklung voran, darunter Finanzdienstleister, der öffentliche Sektor, das Gesundheitswesen und die Life Sciences. Für diese Organisationen sprechen KI-getriebene Datenmengen, die komplexe Governance grenzüberschreitender Daten sowie die steigenden Kosten und Governance-Anforderungen der Public Cloud zunehmend für Private-Cloud-Infrastrukturen, mit denen sie sensible Daten unter eigener Kontrolle halten.

Die Kostenfrage: Die Wirtschaftlichkeit der Public Cloud gerät ins Wanken

Kosten sind inzwischen zur zentralen Sorge rund um die Public Cloud geworden und haben Sicherheit als größte Herausforderung abgelöst. Ihr Anteil stieg von 26 Prozent im Jahr 2025 auf 31 Prozent im Jahr 2026. Besonders auffällig sind die Zahlen zur Verschwendung: 97 Prozent der IT-Führungskräfte gehen davon aus, dass ein Teil ihrer Public-Cloud-Ausgaben ungenutzt verpufft. In Deutschland sind es sogar 99 Prozent. 47 Prozent von ihnen schätzen, dass diese Verschwendung mehr als 25 Prozent ihres gesamten Public-Cloud-Budgets ausmacht.

Diese wirtschaftliche Entwicklung schlägt sich direkt in Rückverlagerungen nieder. 81 Prozent der Unternehmen ziehen inzwischen in Betracht, Workloads aus der Public Cloud in die Private Cloud zu verlagern. 44 Prozent haben bereits zumindest einige Workloads zurückverlagert. Der starke Bedeutungszuwachs von Kostenplanbarkeit als Treiber für solche Rückverlagerungen zählt zu den wichtigsten Veränderungen im Jahresvergleich und zeigt, wie stark sich die Wirtschaftlichkeit der Public Cloud im KI-Zeitalter verschlechtert hat.

Vor diesem Hintergrund steigt die Investitionsbereitschaft für die Private Cloud deutlich. Die geplanten Ausgaben für Private-Cloud-Umgebungen wachsen doppelt so schnell wie die für die Public Cloud. 61 Prozent der deutschen IT-Führungskräfte nennen den Aufbau neuer Workloads in der Private Cloud inzwischen als Top-Priorität, nach 56 Prozent im Vorjahr.

Methodik

Der Private Cloud Outlook 2026 basiert auf einer globalen Umfrage, die Radius Tech in Zusammenarbeit mit Broadcom durchgeführt hat. Die Befragung fand im Februar und März 2026 statt und umfasste 1.800 leitende IT-Entscheiderinnen und -Entscheider aus Unternehmen mit 1.000 oder mehr Mitarbeitenden in acht Ländern in Nordamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum.

 

Weitere Quellen

 

Über Broadcom

Broadcom Inc. (NASDAQ: AVGO) ist ein Technologieführer, der Halbleiter und Infrastruktur-Software für die komplexen, geschäftskritischen Anforderungen globaler Unternehmen entwirft, entwickelt und liefert. Broadcom verbindet langfristige Investitionen in Forschung und Entwicklung mit hervorragender Umsetzung, um die beste Technologie in großem Maßstab bereitzustellen. Broadcom ist ein Unternehmen nach dem Recht des US-Bundesstaates Delaware mit Hauptsitz in Palo Alto, Kalifornien. Weitere Informationen finden Sie unter www.broadcom.com.

 

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Broadcom Inc. (NASDAQ: AVGO) ist ein globaler Technologieführer, der eine breite Palette von Halbleiter-, Unternehmenssoftware- und Sicherheitslösungen entwirft, entwickelt und anbietet. Das kategorieführende Produktportfolio von Broadcom bedient wichtige Märkte wie Cloud, Rechenzentren, Netzwerke, Breitband, Wireless, Speicher, Industrie und Unternehmenssoftware. Unsere Lösungen umfassen Netzwerk- und Speicherlösungen für Dienstanbieter und Unternehmen, Konnektivität für mobile Geräte und Breitband, Mainframe, Cybersicherheit sowie private und hybride Cloud-Infrastrukturen. Broadcom ist eine Delaware-Gesellschaft mit Hauptsitz in Palo Alto, Kalifornien. Weitere Informationen finden Sie unter www.broadcom.com.

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