Die Sommerferien sinnvoll nutzen – Digitalisierungsprojekte an Schulen umsetzen

Dr. Stefan Ried, Principal Analyst bei Cloudflight, über die Notwendigkeit, Schulen mit IT-Experten aus der Wirtschaft zu vernetzen

München, 26.06.2020 /

Die Corona-Krise hat viele Bereiche des öffentlichen Lebens auf den Kopf gestellt, inklusive des Bildungssystems. Auch wenn die Maßnahmen zum Infektionsschutz mittlerweile deutlich gelockert wurden und der Schulbetrieb auf Sparflamme wieder aufgenommen wurde, könnten Schulen, an denen es im Herbst zu Infektionen kommt, sofort geschlossen werden. Einige Lehrer, die zur Risikogruppe gehören, würden für den Präsenzunterricht ausfallen. Und letztlich könnten Eltern von Kindern mit schweren Vorerkrankungen womöglich ein „Recht auf Distanz-Unterricht” einklagen.

Mangelhafte IT-Infrastruktur

Die Krise hat den Finger in eine offene Wunde im deutschen Bildungssystem gelegt und deutlich aufgezeigt, wo es hakt: Viele Schulen, vor allem Grund-, Mittel- und Realschulen, sind digital abgehängt. Digitaler Unterricht ist in Zeiten häuslicher Quarantäne somit kaum möglich. An Gymnasien scheint die Situation weniger dramatisch zu sein, allerdings nur im Vergleich mit den bereits genannten Schulformen. Im internationalen Vergleich schneidet das deutsche Bildungssystem in Bezug auf Digitalisierung insgesamt eher schlecht ab.

Stolpersteine auf dem Weg zur digitalen Schule

Bereits 2019, lange vor der Krise, hat der Bund in Deutschland im Zuge des Digitalpakts fünf Milliarden Euro für Digitalisierungsprojekte im Bildungsbereich ausgelobt. Nach einem Jahr haben die Bundesländer davon allerdings gerade einmal 284 Millionen Euro beantragt, 125 Millionen davon wurden bewilligt. Professor Christoph Meinel vom Hasso-Plattner-Institut spricht im Podcast von Gabor Steingart davon, dass die hohen bürokratischen Hürden in Deutschland dazu führen, dass Fortschritt nur sehr langsam vonstattengeht. Ein weiteres Problem ist, dass Lehrer digitale Unterrichtskonzepte erstellen sollen, obwohl sie dafür nicht ausgebildet sind.

Lehrer sind keine IT-Fachkräfte

An Pädagogen werden Ansprüche gestellt, denen nur wenige unter ihnen gerecht werden können. Ihnen fehlt das Wissen, welche Lösungen es auf dem Markt gibt und wie sie sinnvoll eingesetzt werden können. Selbst die Schulen, die Geld in die Hand genommen haben und sich selbst als eher fortschrittlich ansehen, haben allzu häufig nur in immobile Smartboards oder Informatik-Arbeitsplätze mit ortsfesten Desktops investiert, anstelle digitale Lernplattformen einzuführen, die auch von zu Hause aus erreichbar sind. All das in bester Absicht, weil sie es nicht besser wussten. Kommunale Schulbehörden stehen vor demselben Problem. Auch dort arbeiten keine IT-Spezialisten und Digitalisierungsexperten. Dieser Mangel an Experten verzögert und bremst das Abrufen der Mittel aus dem Digitalpakt Schule. Behörden und Schulen wissen schlicht nicht, wofür sie die vorhandenen Mittel einsetzen könnten.

Vernetzung von Schulen mit der Wirtschaft

Digitalisierungsexperten sitzen nicht im Lehrerzimmer, sondern in Unternehmen. Sie verfügen über die technische Kompetenz, die den Schulen fehlt. Sie sind aber genauso wenig Pädagogen, wie die meisten Lehrkräfte Digitalexperten sind. Die Zusammenarbeit beider Gruppen ist deshalb der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung von Digitalisierungsprojekten im Bildungssektor. Cloudflight ist über seinen Digital Leader Summit mit digitalen Vordenkern und Praktikern aus der gesamten deutschen Wirtschaft vernetzt und hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Netzwerk führender Digitalexperten zu nutzen, um Wirtschaft und Schulen auf kommunaler Ebene an einen Tisch zu bringen. Ziel ist dabei, Schulen und zu befähigen, eigene Digitalkonzepte für den Unterricht zu erarbeiten und umzusetzen sowie einen fortlaufenden Wissenstransfer aus der Industrie in die Schulen zu etablieren. Zur Hilfe gehört Beratung zu verfügbaren Technologien und wie sich diese einsetzen lassen. Außerdem bietet Cloudflight konkrete Beratung zu einer performanten Infrastruktur. Das Angebot reicht von praktischen Empfehlungen, beispielsweise zu Internetleitungen und Bandbreite, über Beratung zu On-Premise-, Cloud- und hybriden Infrastrukturen bis hin zur Umsetzung der DSGVO und anderer Datenschutzbestimmungen.

Win-Win für alle Beteiligten – Lehrer, Schüler und Unternehmen profitieren

Ein Austausch zwischen Schulen und Unternehmen nutzt allen Beteiligten. Schulen erfahren Unterstützung in Sachen Software, Infrastruktur und Cloud-Services und können mit einem Partner an ihrer Seite eine verlässliche und leistungsfähige Bildungsinfrastruktur aufbauen. Lehrer werden auf dieser Basis in der Lage sein, ihren Lehrauftrag mithilfe von digitaler Technik und auch zum Thema Digitalisierung zu erfüllen sowie neue pädagogische und didaktische Konzepte zu entwickeln. Die kommende Generation Schüler wird durch moderne Lernmethoden bestens auf den Einstieg ins Berufsleben und die digitale Zukunft vorbereitet. Auch Eltern erfahren Entlastung, da die Schule ihren Kindern mit einem funktionierenden digitalen Bildungskonzept und dem Angebot digitaler Lernmöglichkeiten den Druck nimmt, selbst als Hobby-Pädagoge auftreten zu müssen.

Jetzt teilen:

Über Cloudflight

Cloudflight ist einer der führenden Softwareentwickler und KI-Lösungsanbieter in Europa. Mehr als 400 visionäre und qualifizierte IT-Strategen, Berater, Softwarearchitekten, Datenwissenschaftler und Cloud-Spezialisten arbeiten gemeinsam daran, die digitale Transformation voranzutreiben. Das Unternehmen wurde 2019 durch den Zusammenschluss von Catalysts, einem wegweisenden Lösungsanbieter für kundenspezifische Software und Künstliche Intelligenz, und dem renommierten IT-Beratungs- und Analystenhaus Crisp Research gegründet. Durch die Kombination dieser Expertise bietet Cloudflight seinen Kunden ein ganzheitliches End-to-End-Serviceportfolio – von strategischer Beratung über Individualsoftware-Entwicklung bis hin zum Cloud-Betrieb. Weitere Informationen finden Sie unter www.cloudflight.io.

Cloudflight auf:

Pressekontakt Cloudflight

Cloudflight GmbH
Mariann Bencze
Tel.:+43 6766277509
E-Mail: mariann.bencze@cloudflight.io

 

Kontakt PR-Agentur

Schwartz Public Relations
Sendlinger Straße 42A
D-80331 München

Team Cloudflight
E-Mail: cloudflight@schwartzpr.de

Stephanie Thoma
Tel.: +49 (0) 89 211 871 46
E-Mail: st@schwartzpr.de

Sebastian Weinstock
Tel.: +49 (0) 89 211 871 72
E-Mail: sw@schwartzpr.de

Jörg Stelzer
Tel.: +49 89 211871-34
E-Mail: js@schwartzpr.de

Downloads

Klicken Sie auf ein Bild, um eine große Version des Bildes anzuzeigen (und dann Download per Rechtsklick).

Cloudflight_Dr. Stefan-Ried

    Weitere Beiträge
    des Kunden