Malwarebytes, ein weltweit führender Anbieter von Online-Cyberschutzlösungen, hat eine neue Studie veröffentlicht, die untersucht, wie soziale Medien und Gaming-Plattformen, von Discord bis YouTube, ihre Nutzung durch Kinder gestalten. Das Ergebnis: Die meisten dieser Plattformen funktionieren für Kinder gut, wenn die für sie vorgesehenen Konten und Einstellungen verwendet werden. Wenn Kinder jedoch zu neugierig sind, die falsche Art Konto nutzen oder sich außerhalb der vorgesehenen Bereiche bewegen, können sie leicht auf Inhalte zu kriminellen Aktivitäten und dem Kauf von Drogen oder auf andere illegale oder nicht jugendfreie Inhalte stoßen. Die kompletten Studienergebnisse finden Sie hier.
„Online bewegen sich Eltern heute in einer dynamischen Umgebung, in der Konsequenzen auch offline schnell spürbar werden, beispielsweise aufgrund von Kontobetrug, Deepfake-Inhalten oder finanziellenVerlusten“, sagt Mark Beare, GM of Consumer bei Malwarebytes. „Schutzmaßnahmen, deren Nutzung wir klar empfehlen, existieren, aber Kinder können trotzdem auf schädliche Inhalte stoßen. Eltern und Erziehungsberechtigte müssen deshalb auch weiterhin aktiv bleiben: Klare Grenzen setzen, mit Kindern über Cybersicherheit und Datenschutz sprechen und sie dabei unterstützen, so früh wie möglich ein sicheres Online-Verhalten zu entwickeln. Bereits einfache Maßnahmen, wie zum Beispiel so wenige personenbezogene Daten wie möglich online zu teilen, oder wo immer möglich, Pseudonyme statt Klarnamen zu nutzen, können dazu beitragen, Kinder langfristig zu schützen.“
Die Ergebnisse der Studie im Überblick
Die Studie zeigt ein klares Muster auf: Neugierige Kinder, die diese Plattformen erkunden möchten oder versehentlich den falschen Kontotyp verwenden, können mit überraschend geringem Aufwand auf unangemessene Inhalte stoßen:
- Lücken in den Moderationsmechanismen ermöglichen Zugriff auf unangemessene Inhalte: Roblox beispielsweise moderiert Chats für Kinderkonten, es gibt auf der Plattform jedoch auch sogenannte Communities, also Gruppen, die zum Kennenlernen und Knüpfen von Kontakten gedacht sind. Diese Gruppen sind auf Roblox leicht zu finden und einige verwenden Namen und Begriffe, die üblicherweise mit kriminellen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden, darunter Online-Betrug und
-Identitätsdiebstahl. Eine dieser Gruppen namens „Fullz“ verwendet zum Beispiel einen Begriff, der allgemein als Bezeichnung für gestohlene personenbezogene Daten verstanden wird – „neue Kleidung“ wird beispielsweise oft als Bezeichnung für eine neue Charge gestohlener Kreditkartendaten verwendet. Diese offen zugängliche Community könnte also als Front dienen, während die eigentliche Koordination illegaler Aktivitäten oder der Handel mit gestohlenen personenbezogenen Daten über private Chats zwischen den Community-Mitgliedern erfolgt. Das Malwarebytes-Team fand auch Instagram-Profile, die für Finanz- und Kryptowährungsbetrug werden, selbst wenn eingeschränkte Teenager-Konten zur Instagram-Nutzung verwendet wurden. - YouTube-Schutzmaßnahmen sind unvollständig: Zwar werden unangemessene Inhalte auf der YouTube Kids-Plattform gesperrt, auf der regulären YouTube-Website sind diese jedoch verfügbar, von „How To“-Kanälen zum Thema Online-Betrug bis hin zu Szenen mit halbnackten Personen oder anderen sexuell anzüglichen Inhalten. Das Malwarebytes-Team fand sogar Szenen von Hinrichtungen.
- Konten für Erwachsene sind leicht zu fälschen: Sobald neugierige Kinder es schaffen, die Altersbeschränkung auf einer Plattform zu umgehen, können sie mit nur geringem Aufwand unangemessene Inhalte finden. Das Malwarebytes-Team fand beispielsweise unmoderierte Nacktbilder und anderes nicht jugendfreies Material auf Discord, TikTok-Inhalte mit Anleitungen zu Kreditkartenbetrug und Online-Identitätsdiebstahl sowie Werbeanzeigen für Escort-Dienstleistungen auf der Streaming-Plattform Twitch.
Wie Eltern die Online-Sicherheit ihrer Kinder verbessern können
Involvierte Eltern sind die wichtigste Schutzmaßnahme für Kinder online. Dabei ist eine offene, regelmäßige Kommunikation darüber, was Kinder im Internet finden können, wie angemessenes Online-Verhalten aussieht und was sie tun sollten, wenn sie sich unwohl fühlen, von entscheidender Bedeutung. Eltern sollten ihre Kinder außerdem über die tatsächlichen Risiken online aufklären – und warum Datenschutz wichtig ist.
Außerdem sollten Eltern auf folgendes achten:
- Nach Möglichkeit sollten sie entsprechende Kinder- oder Teenager-Konten einrichten statt der Standardkonten für Erwachsene.
- Eltern sollten sicherstellen, dass die Freundes- und Follower-Listen ihrer Kinder privat geschaltet sind.
- Klarnamen, Geburtstage oder andere personenbezogene Informationen, die Rückschlüsse über den Nutzer zulassen, sollten nicht online geteilt werden, wenn dies nicht zwingend notwendig ist.
- Für nicht essenzielle Profil- oder Kontoangaben sollten Dummy-Daten genutzt werden.
- Gesichtserkennungsfunktionen sollten für Kinder- oder Teenager-Konten stets deaktiviert sein.
- Kinder und Jugendliche richten für sich unter Umständen „Spam“- oder Zweitkonten mit weniger strengen Sicherheitseinstellungen ein.
- Eltern sollten proaktiv die Online-Identitäten der gesamten Familie überwachen. Malwarebytes Identity Theft Protection bietet unter anderem dafür Echtzeit-Warnungen sowie Empfehlungen für Maßnahmen, wenn Online-Identitätsdaten beispielsweise im Dark Web gehandelt und verkauft werden.
Malwarebytes All-in-One-Schutz
Malwarebytes steht Eltern als Partner zur Seite und bietet umfassende Lösungen für mehr Sicherheit sowie Daten- und Identitätsschutz online. Dies umfasst Informationen zu Online-Betrugsmaschen, wichtigen Schutzthemen und -trends, proaktivem Schutz vor Bedrohungen und persönlichen Support. Weitere Informationen finden Sie unter www.malwarebytes.com.
Mehr Informationen über die aktuellsten Cyberbedrohungen und -abwehrstrategien finden Sie auf dem Malwarebytes-Blog oder auf Facebook, Instagram, LinkedIn, TikTok und X.
