Malwarebytes, ein weltweit führender Anbieter für Cyberschutz in Echtzeit, hat heute den neuen Forschungsbericht „Face value: How AI is reshaping trust, identity and scams“ veröffentlicht. Der Bericht zeigt, welchen versteckte Kosten die Öffentlichkeit für KI zahlt: ein Übermaß an Betrug, die das Vertrauen in die Realität und in andere Menschen untergräbt. Dafür wurden 1.500 Erwachsene in den USA, im Vereinigten Königreich und in der DACH-Region befragt. Der Bericht befasst sich mit Chancen, Risiken und den Menschen, die mit den tiefgreifenden Veränderungen durch KI Schritt halten mussten.
Den vollständigen Bericht finden Sie unter: www.malwarebytes.com/ai-scams
„Die größte Wirkung von KI zeigt sich nicht auf unseren Geräten, sondern bei uns selbst. Wenn Menschen nicht mehr darauf vertrauen können, was sie sehen, was sie hören oder mit wem sie sprechen, dann geht der Schaden weit über einen einzelnen Betrugsfall hinaus. Er trifft die Grundpfeiler unserer Gesellschaft“, sagt Mark Beare, Head of Consumer bei Malwarebytes. „Cybersicherheit hat sich schon immer weiterentwickelt, und wird das auch weiterhin tun. Dafür müssen wir aber verstehen, dass wir heute weit mehr schützen als nur Daten. Es geht um die Fähigkeit der Menschen, einander zu vertrauen.“
Die wichtigsten Ergebnisse des Berichts
- Verlust des Realitätsbezugs: Menschen vertrauen immer weniger dem, was sie online sehen, hören und erleben. Ein wahrscheinlicher Grund dafür sind KI-generierte Video-Deepfakes und hochrealistische Technologien zum Klonen von Stimmen. KI hat diese Entwicklung weiter beschleunigt. Viele Menschen sind deshalb unsicher, was echt ist, wem sie noch trauen können und ob ihr Gegenüber wirklich real ist.
- 85 Prozent der Befragten sagen, dass es schwer sei, einen Betrug von etwas Echtem zu unterscheiden. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei 66 Prozent.
- 88 Prozent sagen, dass es immer schwieriger werde zu erkennen, ob Inhalte im Internet tatsächlich von Menschen stammen oder echt sind.
- 84 Prozent sagen, dass selbst überzeugende Videoaufnahmen für sie nicht mehr als Beweis gelten
- Die Betrugsrevolution durch KI: Von Identitätsbetrug bis hin zu Erpressung mit Deepfakes zählt KI-gestützter Identitätsmissbrauch zu den größten Ängsten der Menschen im Zusammenhang mit KI.
- 50 Prozent haben bereits irgendeine Form von KI-Betrug oder KI-gestützter Täuschung erlebt.
- Besonders betroffen sind Gen Z mit 67 Prozent, verglichen mit 51 Prozent bei Millennials, 46 Prozent bei Gen X sowie 30 Prozent bei Boomern und älteren Menschen. Auch in den besonders betrugsanfälligen USA liegt der Wert höher, nämlich bei 56 Prozent gegenüber 48 Prozent im Vereinigten Königreich und 47 Prozent in der DACH-Region.
- Jede zehnte Person hat erlebt, dass ohne ihre Zustimmung explizite KI-Bilder von ihr erstellt wurden.
- 19 Prozent haben irgendeine Form von KI-bedingtem Identitätsmissbrauch erlebt. Bei Gen Z steigt dieser Wert auf 30 Prozent.
- 81 Prozent der Eltern befürchten, dass die Identität ihres Kindes gestohlen wird.
- Rückzug statt Aufrüstung: Es gibt Anzeichen dafür, dass sich Menschen zunehmend aus dem digitalen Leben zurückziehen, getrieben von Sorgen über KI und dem Wunsch nach mehr menschlicher Nähe. Zwar machen sich viele Gedanken über die Risiken von KI, doch die meisten beginnen erst langsam, über Schutzmaßnahmen nachzudenken.
- 81 Prozent befürchten, dass jemand die Identität eines Familienmitglieds stiehlt. Trotzdem haben nur 13 Prozent ein Familien-Kennwort festgelegt, um sich davor zu schützen.
- 67 Prozent sorgen sich vor geklonten Stimmen. Dennoch haben nur 19 Prozent ihre Mailbox-Ansage deaktiviert, um das zu erschweren.
- 74 Prozent haben Angst, Opfer eines Deepfakes oder einer anderen KI-gestützten Betrugsmasche zu werden.
- Die DACH-Region liegt bei fast allen Schutzmaßnahmen hinter den USA und dem Vereinigten Königreich zurück. Das deutet auf ein stärkeres Vertrauen in staatliche und gesellschaftliche Institutionen hin.
- KI verändert moralische Maßstäbe. KI verändert nicht nur, wozu Menschen fähig, sondern auch, was sie für akzeptabel halten. Die Sorge über den Missbrauch von KI ist weit verbreitet. Gleichzeitig befürworten viele genau die Einsatzmöglichkeiten, aus denen später reale Bedrohungen entstehen können.
- 18 Prozent der Menschen finden es in Ordnung, mit KI explizite Bilder von Personen zu erstellen, die sie nicht kennen.
- Bei den Menschen, die KI täglich nutzen, saget jeder Dritte, dass es in Ordnung ist, explizite Bilder von jemandem ohne ihre Zustimmung zu erstellen.
- 32 Prozent finden es in Ordnung, KI zu nutzen, um ihre Stimme und/oder ihr Aussehen nachzuahmen, solange es nur für den persönlichen Gebrauch geschieht.
Scam Guard: Ein kostenloser Betrugserkenner, der auf den Bedrohungsdaten von Malwarebytes basiert
Auch wenn es keine Patentlösung gibt, brauchen Menschen Werkzeuge, die ihnen helfen, Betrugsversuche zu erkennen und zu stoppen. Malwarebytes Scam Guard liefert Einschätzungen zu Betrugsversuchen in Echtzeit, Bedrohungen und Malware sowie Empfehlungen für mehr digitale Sicherheit. Die Lösung verbindet die einfache Nutzung eines KI-Chatbots mit der umfassenden Bedrohungsexpertise von Malwarebytes. Die Funktion ist in die Malwarebytes-Lösungen für Desktop und Mobilgeräte eingebettet und soll die Scham rund um Betrugsfälle abbauen, indem sie Nutzer aufklärt und unterstützt, bevor es zu spät ist. Außerdem lässt sich Malwarebytes nutzen, um Betrugsversuche in ChatGPT und im Claude-Chatbot zu erkennen, indem Malwarebytes in ChatGPT integriert wird und als Connector in Claude dient.
Über den Bericht
„Face value: How AI is reshaping trust, identity and scams“ basiert auf einer Umfrage vom März 2026. Ein unabhängiger Forschungsberater hat sie vorbereitet, und Forsta hat sie unter n = 1.500 Befragten ab 18 Jahren in den USA, im Vereinigten Königreich, in Österreich, Deutschland und der Schweiz durchgeführt. Die Stichprobe war beim Geschlecht gleich verteilt, umfasste verschiedene Altersgruppen, Regionen und ethnische Gruppen und wurde gewichtet, um ein ausgewogenes Gesamtbild zu liefern.
Mehr Informationen über den aktuellen Bericht finden Sie auf dem Malwarebytes-Blog oder auf Facebook, Instagram, LinkedIn, TikTok und X.