Das Mobility-Startup maut1.de erweitert sein Mautangebot um die Strecke A24 Blankenburg westlich von Rotterdam. Die Erfassung der Mautgebühren erfolgt dort im sogenannten Free-Flow-System. Hierbei handelt es sich um ein elektronisches Mautsystem via Kennzeichenerfassung und ohne reguläre Mautstationen. Mit der Mautbox von maut1.de werden die Gebühren automatisch abgerechnet und über das Nutzerkonto beglichen, eine zusätzliche Onlinebezahlung mit Kreditkarte beim Autobahnbetreiber innerhalb von 72 Stunden nach der Fahrt entfällt. Wer keine Mautbox benutzt und seit dem 7. Dezember 2025 die Zahlungsfrist versäumt, muss 9 Euro als Zahlungserinnerung bezahlen. Wird auch diese ignoriert, ist zuletzt ein Bußgeld in Höhe von 35 Euro möglich.
Dabei fallen für Motorräder, PKW und Transporter bis 3,5 Tonnen derzeit 1,51 Euro pro Fahrt an. Für elektrische Fahrzeuge gilt eine Gewichtsgrenze von 4,25 Tonnen. Busse, LKW und Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zahlen 9,13 Euro pro Fahrt. Für Anhänger und Wohnwagen werden keine zusätzlichen Gebühren erhoben. Ab 2026 sollen die Gebühren allerdings je nach Inflation jährlich neu festgelegt werden.
Die 4,2 Kilometer lange Strecke verbindet die A20 bei Vlaardingen mit der A15 bei Rozenburg und soll die allgemeine Verkehrssituation in der Region Rotterdam verbessern. Sie wurde nach sechsjähriger Bauzeit im Dezember 2024 fertiggestellt und ist eine der bislang wenigen Mautstrecken in den Niederlanden. Sie umfasst zwei Tunnelabschnitte, den Maasdelta-Tunnel und den Holland-Tunnel.
„Es zeichnet sich ab, dass in den kommenden Jahren weitere Streckenabschnitte in den Niederlanden mautpflichtig werden“, sagt Julian Schmelzer, CEO und Gründer von maut1.de. „Darunter auch die A15, für die eine Maut ab 2031 angedacht ist. Auch wird ab Juli 2026 eine gewicht- und emissionsklassenabhängige LKW-Maut eingeführt, von der sich Wohnmobilfahrer mit einer Vorabregistrierung befreien müssen. Reisende in den Niederlanden müssen künftig also mit zusätzlichen Mautregelungen und Planungsaufwand rechnen. Bei maut1.de arbeiten wir daran, den Umgang damit so einfach wie möglich machen.“