Bisher verarbeitete die ÖRAG Kunden- und Firmendaten in einem On-Premises-Rechenzentrum im Bürogebäude des Unternehmens. Die beiden Rechenzentrumsräume boten schließlich nicht mehr genügend Platz, um die IT zu skalieren und Ausfallsicherheit zu gewährleisten. Zudem war die Energieeffizienz unzureichend. Im Zuge eines 2027 anstehenden Umzuges in ein neues Bürogebäude entschied die ÖRAG, das Rechenzentrum auf einen externen Standort auszulagern. Die Wahl des Rechtsschutzversicherers fiel auf ein Colocation-Zentrum mit passiver Netzwerkinfrastruktur von tde – trans data elektronik.
Externer Standort sorgt für Ausfallsicherheit
Die ÖRAG stellt höchste Anforderungen an Datenschutz und Compliance und gewährleistet die konsequente Einhaltung aller gesetzlichen Aufbewahrungsfristen. Entsprechend suchte das Unternehmen nach Partnern, die diese Ansprüche erfüllen und zugleich mit leistungsstarker Technologie hohe Übertragungsraten ermöglichen. Der ausgewählte Rechenzentrumsanbieter erfüllt diese Anforderungen umfassend: Er stellt der ÖRAG ein Rechenzentrum mit zwei redundanten Brandabschnitten zur Verfügung, die durch getrennte Energieversorgung und Klimatisierung maximale Ausfallsicherheit gewährleisten. Streng überwachte und lückenlos protokollierte Zugänge sorgen zusätzlich für ein hohes Maß an physischer Sicherheit. Ein entscheidendes Auswahlkriterium war zudem die entsprechende Zertifizierung des Anbieters. Für die Verbindung zwischen ToR-Switches und Verteilerschrank kommt die Netzwerkverkabelung von tde zum Einsatz. Singlemode-, Multimode- und Kupfer-Ports gewährleisten dabei einen reibungslosen und effizienten Datenaustausch zwischen den einzelnen Racks.
„Redundanz ist auch in der Verkabelung ein wichtiger Faktor“, erklärt Benjamin Kavianpour, Junior Sales Consultant bei tde. „Eine redundante Verkabelung mit Netz und doppeltem Boden wurde von Anfang an mit einkalkuliert, um die Ausfallsicherheit nicht zu gefährden.“
Maximale Übertragungsraten auf kleinstem Raum
Platzmangel stellt in Rechenzentren ein dringliches Problem dar. Deshalb optimiert tde seine Lösungen auf maximale Packungsdichte auf kleinstem Raum. Für die ÖRAG kommt das modulare Plug-and-play-Verkabelungssystem tML24 zum Einsatz. Das System besteht aus drei Kernkomponenten: dem Modul, einem Trunkkabel und einem Modulträger.
Auf der Rückseite ist das tML-System mit MPO-/MTP-Steckverbindern ausgestattet, über die sich zwölf Ports gleichzeitig verbinden lassen und die für eine kompakte, leistungsstarke Performance sorgen. Das tML-System ist auf eine maximale Portanzahl von 96 Ports mit LC-Duplex oder 192 Ports mit MDC oder SN und bis zu 2304 Fasern pro Höheneinheit ausgelegt.
Patchkabel aus Glasfaser und Kupfer ergänzen die passiven Komponenten und ermöglichen im Vergleich zu anderen Lösungen eine besonders platzsparende Verlegung, sodass lediglich ein einziges MPO-Kabel erforderlich ist. Andre Dierkes, Projekt- und Servicemanager bei tde, erläutert: „Der Platz im Schrank wird in der Regel von aktiven Komponenten beansprucht. Passive Infrastruktur und Verkabelung müssen daher so kompakt wie möglich ausgelegt sein. Das tde tML24-System wurde gezielt für hohe Packungsdichten und anspruchsvolle Highspeed-Anwendungen entwickelt.“
Immer wissen, was wo steckt
Bei der Menge an Verbindungen verlieren selbst Techniker irgendwann den Überblick. tde dokumentiert deshalb jede einzelne Komponente sehr genau. Alle Kabel sind durchnummeriert und in der Dokumentation der Verkabelung ist genau hinterlegt, was wo verbaut ist. So stellt die tde jederzeit Transparenz über die passive Netzwerkinfrastruktur sicher. Bei zukünftigen Bestellungen und Ergänzungen wird die Nummerierung einfach weitergeführt.
Ein zukunftssicheres Setup
Die ÖRAG ist mit dem neuen Rechenzentrums-Setup rundum zufrieden. Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit wurden spürbar gesteigert. Die tde sorgt für zukunftssichere Bandbreiten, optimiert Betrieb und Wartung und ermöglicht durch vollständige Dokumentation einfache Anpassungen, Ergänzungen und Änderungen.
Die tde bietet der ÖRAG zusätzlich eine Systemgarantie auf den gesamten Link. „Die passive Verkabelung dient als verlässliche Infrastruktur, auf der wir unser hochverfügbares Netzwerk aufbauen und betreiben können. Sie gibt uns die Freiheit, flexibel zu verkabeln – genau wie es unsere Anforderungen verlangen. Und bei Änderungen reagieren wir schnell, ohne dass wir zusätzliche Höheneinheiten benötigen“, freut sich Pascal Zilian, Technischer Produktmanager Netzwerk & Sicherheit IT-Operations bei der ÖRAG.
Ein Partner für alle Fälle
Auch mit der Partnerwahl ist die ÖRAG zufrieden. „Die tde hat mehrfach bewiesen, dass sie auf all unsere Anforderungen optimal reagiert, für alle Probleme eine passende Lösung kennt und auch unter Zeitdruck das bestmögliche Ergebnis abliefert“, lobt Zilian. Besonders überzeugend war die Produktqualität des Verkabelungssystems und aller Komponenten. Das Plug-and-play-Prinzip beschleunigte die Installation vor Ort erheblich. Die tde fertigt und testet alle Komponenten vorab in Deutschland – konsequent unter dem Label „Made in Germany“. Im Rechenzentrum sind sie dadurch in kürzester Zeit einsetzbar. Noch wichtiger als die Produktqualität war für die ÖRAG jedoch ein verlässlicher Partner. Zilian betont: „Die persönliche Betreuung war durchweg positiv – vom Sales-Team bis zur Technik. Die Zusammenarbeit zeichnet sich durch Kompetenz und ein vertrauensvolles Miteinander aus. Auch zukünftig beabsichtigen wir, mit der tde das System zu erweitern und neue Projekte umzusetzen.“