Warum wir ein Training-on-the-Job anbieten und kein klassisches Traineeprogramm

Traineeship oder Direkteinstieg? In seinem Artikel für die PR-Report-Nachwuchsdebatte erklärt Agenturinhaber Christoph Schwartz, warum wir auf ein Training-on-the-Job setzen. Der Beitrag ist im PR Report 2/2019 erschienen.

München 10.05.2019 /

Bei Schwartz PR setzen wir auf einen begleiteten Direkteinstieg, also ein Training-on-the-Job. Denn wir wissen, dass Absolventen dafür brennen, nach dem theoretischen Studium direkt aktiv zu werden, Erfahrungen zu sammeln und in der Praxis zu lernen – um schnell eigene Verantwortung übernehmen zu können. Genau das ermöglicht der Direkteinstieg schneller als das Durchlaufen eines klassischen Traineeprogrammes. Dies hat seine Stärken eher in größeren Unternehmen mit unterschiedliche Abteilungen. In einer mittelständischen Agentur mit 30 Mitarbeitern ist aber die Transparenz per se deutlich höher, so dass ein regelmäßiger Abteilungswechsel nicht so zielführend wäre wie ein gewissenhaft aufgebauter Direkteinstieg.

PR-Report_Nachwuchsdebatte_Traineeship oder Direkteinstieg
PR-Report 2/2019: Nachwuchsdebatte

Wie sieht ein Direkteinstieg bei uns aus? Wir betonen die Kombination aus „direkt“ und „begleitet“. Denn wir wissen, dass Absolventen sich im Berufsalltag zunächst orientieren und zurechtfinden müssen. Daher geben wir allen Absolventen einen Mentor zur Seite und verankern sie in einem größeren Team mit sechs bis neun Kollegen unterschiedlicher Hierarchiestufen. Dabei gilt: Um genügend Zeit für die Ausbildung zu haben, gibt es jeweils nur einen Absolventen in einem Team (wer glaubt, dass sei in Agenturen normal, irrt gewaltig, viele Agenturen beschäftigen Heerscharen von Absolventen ohne anleitende seniore Pendants). Unsere Teamleiter haben allesamt mindestens zehn Jahre Berufserfahrung und agieren zusammen mit den Beratern als Sparringspartner und Ausbilder. Unsere Trainee-on-the-Job arbeiten daher nie alleine, sondern immer mit. Sie lernen von den erfahrenen Beratern im Team.

Gleichzeitig sind unsere Absolventen vom ersten Tag an direkt in die Agenturarbeit eingebunden, lernen Abläufe und Tools kennen und nehmen aktiv an Calls, Meetings und Diskussionen teil. So wachsen sie schneller in die Verantwortung hinein und treffen früher eigene Entscheidungen als das bei einem Trainee-Programm üblich ist. Die Aufgabe des Agentur-Managements, der Teamleiter und der erfahreneren Berater ist dabei immer: Die jungen Kollegen zu dieser Eigenständigkeit zu befähigen. Wir nehmen sie nicht an die Hand, sondern stärken ihnen den Rücken. Laufrad statt Stützräder.

Der Vorteil des Direkteinstiegs in ein festes Team liegt genau hier: Über Beobachten, Nachahmen, Ausprobieren und Selbermachen wächst der Absolvent schneller in seine Rolle als Berater. Der Kundenstamm in einem Team ist relativ fest, Prozesse wiederholen sich, so kann der Trainee-on-the-Job schnell Erfahrungen sammeln, Sicherheit gewinnen und seine Stärken und Schwächen in der Praxis austesten. Unsere Absolventen sollen sich dabei freischwimmen, in Verantwortung hineinwachsen, anderen zuarbeiten und gemeinsam Ergebnisse erarbeiten. Das Tempo dieser Entwicklung ergibt sich aus den individuellen Fähigkeiten und Qualitäten.

Der Direkteinstieg macht also Sinn, solange die Agentur darauf achtet, dass sie vertikal und horizontal eine hohe Transparenz bietet:

  • Auf vertikaler Ebene sollten Absolventen von der Kundenakquise über das Onboarding bis zum Accounthandling den gesamten Prozess mit all seinen Entscheidungsfindungen kennenlernen und an ihm teilhaben können. Dies ermöglichen wir, indem es wöchentliche Formate gibt, die die aktuellen Themen und Entscheidungen der Agenturleitung offenlegen. An diesen Besprechungen nehmen auch die Absolventen teil. Sie wissen, welche Neugeschäftsoptionen vorliegen, welche Pitches wir absagen und warum wir so entscheiden. Sie wissen Bescheid über Budgets, Vertragsinhalte und Reporting-Anforderungen. Und sie lernen unsere individuellen Profitabilitätsrechnungen kennen und sind auch in den Besprechungen zur Teamauslastung sowie Kapazitätsplanung involviert.
  • Auf horizontaler Ebene übernimmt die Teamleitung zusammen mit dem Absolventen die Planung seiner Tätigkeiten, die sich immer auch danach richten muss, dass Absolventen im Laufe eines Jahres möglichst die gesamte Bandbreite der Maßnahmen und Tools der Agentur kennen lernen sollten. Dies wird über Checklisten kontrolliert, so dass wir sicher sind, dass der Trainee-on-the-Job nach einem Jahr möglichst alles gesehen oder mitgemacht hat, was er für die nächste Stufe benötigt.

Nach spätestens zwölf Monaten endet unser Training-on-the-Job. Aus den Direkteinsteigern (bei uns „Account Coordinators“) werden Account Executives mit eigener Projekt- oder Kundenverantwortung. Da unsere Direkteinsteiger vom ersten Tag an unbefristete Verträge erhalten, geht es auch nicht um eine Übernahme. Sie sind von Anfang an mit allen anderen Mitarbeitern vertraglich gleichgestellt. Ihr Gehalt liegt zudem mindestens 25 Prozent über der Empfehlung der GPRA für Trainees. Je nach Vorbildung, Leistung und Qualität erhöhen wir während der ersten Monate das Gehalt um weitere 25 Prozent.

Autor: Christoph Schwartz, Inhaber Schwartz Public Relations

 

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Über Schwartz PR

Schwartz Public Relations hat seinen Schwerpunkt in der Öffentlichkeitsarbeit für deutsche und internationale Unternehmen aus dem Technologie- und dem Dienstleistungssektor und gehört in diesem Segment zu den führenden Agenturen in Deutschland.

Die Agentur bietet ihren Kunden die gesamte Bandbreite der Unternehmenskommunikation – von Corporate Communications, Social Media und Produkt-PR über interne Kommunikation und Krisenkommunikation bis hin zu Web-Content-Erstellung und Corporate Publishing. Schwartz Public Relations wurde 1994 von Christoph Schwartz in München gegründet und ist exklusiver DACH-Partner des internationalen PR-Netzwerkes Eurocom Worldwide (www.eurocompr.com). 2016 und 2017 wurde Schwartz PR als bester Agentur-Arbeitgeber in Continental Europe mit dem Sabre-Award ausgezeichnet.

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